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Typische Fehler bei der Existenzgründung und Tipps gegen das Scheitern Teil II

30% der Existenzgründungen scheitern innerhalb der ersten Jahre nach erfolgter Gründung. Aber bereits vor der Gründung brechen viele ihre Planung ab und machen sich gar nicht erst selbstständig. In Teil 1 dieses Artikels wurden die folgenden Fehler erklärt sowie Tipps, diese zu vermeiden, vorgestellt.

  • Fehlender bzw unpassender Businessplan
  • Falsche Markteinschätzung der Geschäftsidee
  • Unzureichende Branchenkenntnisse
  • Fehlende Kontrolle - Controlling des Businessplan
  • Fehlende Beratung und Umsetzung
  • Zu geringes Eigenkapital
  • Falsche Finanzplanung
  • Fehlendes betriebswirtschaftliches Wissen

HIER gelangen Sie zu dem ersten Teil.

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Weitere häufige Fehler, die zum Scheitern einer Existenzgründung führen, sind:

Die Problematik der Fördermittel

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Förderprogrammen, die den Start in die Selbstständigkeit erleichtern. Fördermittel gibt es auch für Unternehmen nach der Gründung. Es ist nicht immer ganz einfach die richtigen Fördermittel zur richtigen Zeit zu beantragen. Auch müssen alle notwendigen Unterlagen vollständig und gut ausgearbeitet eingereicht werden. Für die Beantragung ist immer der Standort des Bundeslandes von Bedeutung. Ein Antrag für Fördermittel muss meist im Vorfeld eingereicht werden - also vor den zu tätigen Investitionen, Beratungen.  

Tipp:Bei der Suche nach den richtigen Fördermitteln sollten sich Existenzgründer an einen professionellen Unternehmens- bzw. Gründungsberater wenden. Er hilft Richtlinien, Zahlungsbedingungen, notwendige Unterlagen und Förderklauseln sowie den zeitlichen Rahmen zu beachten.

Falsches Zeitmanagement

Beinahe alle Existenzgründer haben Schwierigkeiten bei der zeitlichen Koordination ihrer anfallenden Aufgaben und Entscheidungen. Diese Fehler zeigen sich auch noch nach der Gründung. Schnell kann sich eine Überforderung einstellen und die noch zu bewältigenden Aufgaben zu einem immer größer werdenden Berg auftürmen. Wichtige, aber eventuell nicht dringende Aufgaben, können vergessen werden. Für Existenzgründer ist daher die Zeitplanung und das Zeitmanagement ein wichtiger Bestandteil, um von Anfang an richtig wirtschaften zu können.

Tipp: Eine wirkliche Hilfe ist hierbei die Erstellung einer Checkliste, die in Zusammenarbeit mit einem Gründungsberater erfolgen kann. Arbeitstage müssen gut strukturiert undgeplant werden. Auch genug Pausen sollten eingeplant werden. Halten sie ihren Arbeitsplatz aufgeräumt und führen sie ein Aufgabenmanagement-System ein, an das Sie sich halten.

Streit unter Gründern

Wer mit einem oder mehreren Partnern gründet, hat einige Vorteile gegenüber Einzelgründern. Kaufmännische und fachliche Defizite können leichter ausgeglichen und auch mehr Eigenkapital zusammengetragen werden. Allerdings kann es auch zu Streit unter den Partner kommen. Wenn sich mehrere Gründer vertraglich in einer GbR oder GmbH aneinander binden, sollte jeder Mitgründer unbedingt Verträge durch einen Anwalt auf Fallstricke prüfen lassen. Rechtsstreitigkeiten können aufgrund nur schwer korrigierbarer am Anfang gemachter Zugeständnisse folgen. Häufig leiten diese den Anfang vom Ende der Partnerschaft ein

Tipp: Lassen Sie Gesellschafterverträge anwaltlich prüfen und die Besonderheiten einer Gründung im Team von einem Existenzgründungsberater erklären. Es kann bei mehreren Geschäftsführern zu Konflikten hinsichtlich der Unternehmensstrategie und anderer Entscheidungen kommen. Sprechen Sie Konflikte frühzeitig an und sprechen Sie sich rechtzeitig aus, um das Geschäftsmodell nicht zu gefährden. Bedenken Sie jedoch, dass sich persönliche Zielsetzungen über die Zeit ändern könn

Selbstüberschätzung des Gründers

Existenzgründer überschätzen sich und ihre Geschäftsidee oft selbst. Klar sollte man als Gründer selbst von seiner Idee überzeugt sein, dennoch sollte er ein gesundes Maß an Realismus mitbringen und auch andere Meinungen einholen. Die Selbstüberschätzung betrifft vor allem Gründer ohne unternehmerische Erfahrung. In Erwartung zukünftiger Erfolge und Umsätze, werden zu viele Ausgaben getätigt. Unterscheiden sollte der Gründer zwischen wirklich notwendigen Ausgaben beispielsweise Investitionen in Betriebsmittel und reinen Prestige-Ausgaben. Denn wenn die erhofften Umsätze ausbleiben, kann das Unternehmen schnell in eine finanzielle Schieflage geraten.

Tipp: Versuchen Sie realistisch zu planen, Ihre Kosten (Fixkosten, Lebensunterhalt, anfängliche Investitionen und sonstige Ausgaben) gut zu durchdenken und eher pessimistisch zu kalkulieren - also mehr finanzielle Mittel einzuplanen als Sie benötigen.  Erstellen Sie mit ihrem Unternehmensberater einen Investitions- und Zeitplan, wann welche Mittel für welche Investition zur Verfügung stehen. Ein gut ausgearbeiteter Businessplan zeigt schon auf, wo die Chancen aber auch die Risiken der Geschäftsidee liegen.

Familiäres Umfeld und Freundeskreis

Existenzgründern wird viel abverlangt. Der Wille zum Erfolg reicht nicht. Gründer brauchen die Unterstützung ihrer Familie, ihres Freundeskreises und ihres Partners. Wer ein Unternehmen gründet, hat einen höheren Arbeitseinsatz als davor, ist für Entscheidungen allein verantwortlich und trägt das unternehmerische Risiko (meist) allein. Bevor die Gründung richtig anläuft, arbeiten haben viele Existenzgründer über mehrere Monate und Jahre eine extrem hohe Arbeitsbelastung (um die 70-80 Stunden die Woche). Viele Gründer scheitern, weil sie ihren sonstigen (familiären) Verpflichtungen nicht nachkommen. Weil die Familie nicht zu 100 Prozent hinter der Selbstständigkeit steht, müssen einige Gründer ihr Vorhaben wieder frühzeitig aufgeben.

Tipp:Der Partner bzw. die Familie sollte frühzeitig in das Gründungsprojekt einbezogen werden, um deren Unterstützung sicherzustellen. Erklären Sie auch, dass es gerade am Anfang - in den ersten Monaten nach einer Gründung, zum Teil auch längerfristig - zu einer sehr hohen Arbeitsbelastung kommen kann. Auch die Situation, dass anfangs kaum bis keine Einnahmen zu erwarten sind, müssen angesprochen und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden. Der Partner sollte von Anfang an hinter der Geschäftsidee und dem Gründer stehen, sonst wird es sehr hart, das Geschäft zum Erfolg zu bringen.

Fehlende Vertriebs- und Marketingstrategie

Ohne Vertrieb und die richtige Marketingstrategie kann die Geschäftsidee - ob Produkt oder Dienstleistung - nicht an die Frau oder den Mann gebracht werden. In der Markteinschätzung und Zielgruppenanalyse (Teil des Businessplans) hat der Existenzgründer den Kundennutzen herausgearbeitet. Dieser muss glaubwürdig an den Kunden vermittelt werden und am besten macht das von Anfang an der Gründer oder die Gründerin selbst. Ohne die richtige Kundenansprache, ohne Werbemaßnahmen, wird sich auch kein Umsatz und somit kein Erfolg einstellen. Defizite im Marketing gehören mit zu den häufigsten Ursachen, warum Gründungen scheitern.

Tipp:Holen Sie sich professionelle Hilfe. Erarbeiten Sie Ihr Vertriebs- und Marketingkonzept mit einem erfahrenen Gründungsberater, der über die nötigen Branchenkenntnisse verfügt. Vergessen Sie dabei nicht die sozialen Netzwerke, die Ihre Zielgruppe nutzt. Denken Sie an ein Werbebudget und planen dafür einen monatlichen Betrag ein.  Holen Sie Defizite nach: besuchen Sie Gründerseminare von Vereinen, IHKs und HWK mit dem Schwerpunkt Vertrieb und Marketing.

Mangelnder Versicherungsschutz

Als Selbstständiger und Freiberufler müssen Sie mit extremen Risiken umgehen. Dazu zählen neben den unternehmerischen Risiken im Tagesgeschäft insbesondere betriebliche, aber auch private Gefahrensituationen. Diese können einem Gründer oder Unternehmer nicht nur kurzfristig Umsatz kosten, sondern langfristig die Existenz ruinieren. Risiken können zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden, Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten oder Wettbewerben, eine unvorhergesehene Krankheit oder ein Unfall sein. Es gibt Versicherungen, die sind bei allen Selbstständigen Pflicht, manche gelten nur für gewisse Berufsgruppen - insbesondere Freiberufler. Andere Versicherungen wiederum sind freiwillig, aber dennoch sinnvoll.

Tipp:Sie sollten alle notwendigen Pflichtversicherungen für Selbstständige abschließen. Auch private Versicherungen können sinnvoll sein. Allerdings können Sie unter- bzw. auch überversichert sein. Überlegen Sie genau welche Versicherungen sie benötigen - welche Schäden oder Ansprüche bereits von einer anderen abgedeckt sind. Sprechen Sie mit einem Versicherungsmakler oder mit einem erfahrenen Unternehmensberater.

Die Angst vorm Scheitern ist normal - dies ist auch gut so, denn so planen ExistenzgründerInnen risikobewusster. Grundsätzlich sollten bei der Gründungsstrategie Ängste berücksichtigt werden.

Wenn Sie Ängste haben, die sich vor der Gründung nicht ausräumen lassen, dann nehmen Sie sie doch in Ihre Gründungsstrategie auf. Wie Sie sich auf Dauer davor fürchten, Entscheidungen allein zu treffen - gründen Sie im Team. Wenn Sie eine große Angst vor Verschuldung haben, wählen Sie ein Geschäftsmodell, wo weniger Investitionen benötigt werden. Besprechen Sie Ihre Ängste mit einem Existenzgründungsberater. Gemeinsam können diese im Businessplan und den unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

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